WEIHNACHTEN.

Als Jugendleiter des ESC Preußen hatte ich in der letzten Woche die besondere Ehre auf Weihnachtsfeiern einiger Jugendmannschaften eingeladen zu sein. Ein plattes Dankeschön dafür reicht nicht. Die Mühe der Trainer und Betreuer, der Eltern, die mit organisierten, einfach toll. Ich konnte leider nicht bei allen Teams dabei sein, ich habe auch privat Freunde, die mich bei sich haben wollen. Ich möchte eigentlich keinen hervorheben oder herausstellen, aber die Bambini sind da einfach im Vorteil. Ein regelrechter kleiner Weihnachtsmarkt entstand auf der Terrasse des Vereinsheims.

Eine Bude mit Glühwein, griechischen und arabischen Spezialitäten und Bratwurst, das Vereinsheim gerammelt voll. Der Nikolaus einfach spitze. Nach der Bescherung für die Kinder und der Ehrung für die Trainer durfte ich als Leiter der Jugend eine Rede halten. Ich erzählte die Geschichte von einem Tag, als ich im Vereinsheim auf der Terrasse saß und Stefan Wendt mein Leid von den Bambini klagend erzählte.

 

Zum zweiten mal hintereinander hatten Trainer nach nicht mal einer Saison wieder aufgegeben. Die Schwierigkeiten das Team zusammen zu halten ist halt nicht Jedermanns Sache. Es macht Mühe. Drei Tage später sagte Stefan mir: "Ich mach das." Er holte sich Verstärkung ins Boot. Den Dimi. Ein Trainer mit C-Lizenz, einer sogar mit einer B-Lizenz ist mal nicht schlecht für die Bambini und das Ehrenamtlich. Die Saison fing an und ganze sechs kleine Zwerge kamen zum Training.

 

Am Freitag kam ich fünf Monate später zur Weihnachtsfeier ins Vereinsheim. 21 Kinder ist dieses Team jetzt groß. Mit Eltern, eingeladenen Senioren, die so lieb waren etwas zur Feier beizutragen, waren gut 80 Leute, bei dieser Weihnachtsfeier. Das ist fünf Monate später das Ergebnis meines Gejammers und der hervorragenden Arbeit zweier alten Kerls, die man einfach lieb haben muss. Ich stand nun da vor dieser Masse Menschen und wer genau hingeschaut hat, konnte sehen, das meine linke Hand, mit der mir übergebenen Weihnachtstüte, etwas zitterte und ich krampfhaft versuchte meine Tränen zu unterdrücken.

 

Diese Geschichte ist stellvertretend für alle Eltern, Spieler, Trainer, Vorstandsmitglieder und Helfer, die für die Kinder da sind. Erst alles zusammen macht einen Sinn. Ich kann nur ein Dankeschön an alle Macher meines Vereins senden. Aber da draußen in den 76 Fußballvereinen in Essen gibt es ganz Viele von uns. Die vielen anderen Sportarten in unserem Land. Es müssen Millionen Menschen sein, die Ehrenamtlich den gleichen Weg gehen, den gleichen Aufwand betreiben. Das ist der Sport, der es wert ist gelebt zu werden. Danke, dass ihr mir gezeigt habt, dass meine Arbeit Sinn macht.